Definition
Was ist Prozessbegleitung?
- Die professionelle Unterstützung des Unternehmens (Management, Führungskräfte, Mitarbeiter) in komplexen Veränderungsprojekten mit Fokus auf den „“weichen“ Faktoren
- Eine Strukturierungsmethode, um Veränderungsbereitschaft und -fähigkeit der Organisation im Gesamtprozess zu erhöhen
- Ein Orientierungsangebot analog eines Kompasses oder einer Landkarte, um
- Veränderungen nachhaltig umzusetzen
- Unsicherheit und Instabilität als Chance zu bewerten und zu managen
- sich im Management „zweiter Ordnung“ zukunftssicher zu bewegen
- Eine Einladung, situationsadäquat die Vogel- und die Froschperspektive einzunehmen, d.h. bedarfsweise altbewährte Vorgehensweisen zu hinterfragen und das handlungsorientierte Tagesgeschäft zu berücksichtigen
Zielsetzung
Warum wird Prozessbegleitung überhaupt benötigt?
- Weil Veränderungen schneller, friktionsfreier und nachhaltiger verlaufen, je besser die drei Phasen
- Abschied: Loslassen vom Alten
- Übergang: Durchgang wagen
- Begrüßung: Ankommen im Neuen gestaltet werden
- Weil es in Veränderungsprozessen darauf ankommt, Führungskräfte und Mitarbeiter mitzunehmen – dabei entpuppen sich die „weichen“ Faktoren als die „harten“ Faktoren
- Weil Manager keine Experten für seelische sind und wenig erfahrungsbasierte Kompetenz haben, mit (scheinbaren) Irrationalitäten, Befürchtungen, Ängsten und den besonderen Erwartungen vieler Menschen in Umbruchsituationen umzugehen
- Weil sich eine Veränderung nicht „einfach so“ neben dem Tagesgeschäft erledigen lässt, sondern die Personen (einzeln) dort abgeholt werden müssen, wo sie stehen – dies gilt ebenfalls für die wichtige Gruppe der Multiplikatoren
- Weil in Veränderungssituationen die individuellen Wahrnehmungen der Betroffenen („Recognition is reality“) entscheidend sind
- Weil sich durch eine professionelle Begleitung Wertschätzung gegenüber den Betroffenen und Beteiligten ausdrückt
Anlässe
Wann ist Prozessbegleitung sinnvoll?
- Bei allen Themen, die eine Veränderung des Mind Sets (Einstellung und Verhalten) von Führungskräften und Mitarbeitern bedeuten, z.B. Unternehmenskultur
- Bei wichtigen Reorganisationen und Umstrukturierungen
- Bei Übernahmen ,Fusionen, Postmerger-Integration
- Bei Produktivitätssteigerungs- und Kostensenkungs-Programmen
- Bei Turnaround-Maßnahmen, in Sanierungssituationen und bei Personalabbau
- Bei Zusammenlegung von Standorten oder Abteilungen
- Bei Themen, für die – neben der Regelorganisation – eine eigene Projektgruppe (längerfristig) eingesetzt ist
Ablauf
Wie läuft Prozessbegleitung überhaupt ab?
- Es existiert kein vorgefertigtes Allheilmittel, aber es gibt bewährte Vorgehensweisen
- Ein bzw. mehrere Vorgespräche: Zielsetzung des Veränderungsprozesses, welche Art von Veränderung steht an, worum geht es genau
- Klärung einiger Fragen: Wie umfänglich ist die Veränderung, wie viele und welche Gruppen sind davon betroffen, welche Auswirkungen werden wo spürbar werden, welches Interesse haben Eigentümer, Kapitalmarkt, externe Öffentlichkeit und Medien
- Konzeptentwicklung und Projektplanung gemeinsam und im Dialog mit dem Kunden
- Entscheidung über die Zusammenarbeit: Schriftliches Angebot, in dem Umfang, Meilenstein-, Zeit- und Kostenplanung sowie die Konditionen präzisiert werden
- Beleuchtung von Erfolgschancen und -risiken, was kann und darf gemacht werden, was keinesfalls, welche Eskalations- und Exit-Strategien existieren
- Begleitendes Kommunikationskonzept auf der Grundlage einer Feedback- und Zweikanal-Kommunikation
- Definition von Messgrößen für die Zielerreichung, Umsetzbarkeit in die Praxis, Nachhaltigkeit und Evaluierung des Prozesses